Festakt unterm FUCHS.Hybridturm im Bürgerwindpark Linden-Hohenroth
„Lang planen, kurz bauen“ – so umschrieb Reinhold Zeilinger, Geschäftsführer der Naturenergie Zeilinger, die Genese des Bürgerenergieparks Linden-Hohenroth. Gemeinsam mit seiner Tochter Katrin Held hatte er Mitstreiter, Unterstützer, Partner und Bürger der anliegenden Gemeinden zum Spatenstich 2.0 eingeladen.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder freute sich über den hohen Zuwachs von „Heimatenergie“ in seiner Amtszeit. Den Windpark, der im Forst bei Markt Erlbach entsteht, bezeichnete er als „Vorzeigeobjekt“. Die beiden VENSYS 136-Anlagen (Nabenhöhe gut 160 m) arbeiten künftig auf FUCHS.Hybridtürmen.
Politischer Rückenwind für ein Vorzeigeprojekt
Söder versicherte, dass er sich in Berlin dafür einsetzen werde, dass die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur so gestaltet werden, dass sie auch für Projekte im Süden attraktiver werden. Allein in Bayern befänden sich 800 Windkraftanlagen in der Genehmigungsphase – 50 davon von Naturenergie Zeilinger. „Alle sollen Geld verdienen können“, lobte er das Prinzip der Bürgerenergie-Modelle. Die „Öffnung des Waldes“ für Windkraftnutzung bezeichnete er als einen Schlüssel für mehr Akzeptanz der Onshore-Windenergie bei der Bevölkerung.
Katrin Held betonte den regionalen Aspekt der Wertschöpfung: Mit VENSYS, dem Windenergieanlagenhersteller aus dem Saarland, und mit dem Turmproduzenten FUCHS Europoles Wind aus dem Oberpfälzer Neumarkt habe Naturenergie Zeilinger dafür hervorragende Partner gewinnen können. Wertschöpfung in der Heimat, die den Menschen direkt zugutekommt: Das sei die Idee hinter den Bürgerenergie-Modellen, betonte Katrin Held. Hier bei Markt Erlbach entstünden künftig pro Jahr 15.000 MWh Strom, v.a. dann, wenn die Sonne über den PV Anlagen eine Pause einlegt.
Da am Wochenende nach dem Festakt die Kerwa in Linden anstand, wählte Katrin Held einen außergewöhnlichen Vergleich, um die Energiemenge einzuordnen: 5 Millionen Maß Bier ließen sich damit kühlen, gab sie dem Kerwa-Verein mit auf den Weg. Und das, ohne auf Energieträger angewiesen zu sein, die in der Straße von Hormus blockiert werden könnten.
FUCHS.Hybridturm als Grundlage für langfristigen Projekterfolg
Neben der regionalen Nähe und der damit verbundenen Zuverlässigkeit schätzt Katrin Held an FUCHS Europoles Wind den innovativen technologischen Ansatz, den sie am Beispiel des in Neumarkt entwickelten Übergangsbereichs zwischen Beton- und Stahlelement des Turms festmachte. Auch für VENSYS ein Entscheidungskriterium pro FUCHS, so Unternehmenssprecher Sebastian Hauck. Die durchdachte Art, die unterschiedlichen Lasten abzutragen, die auf diese wichtige Stelle in der Gesamtkonstruktion wirken, habe überzeugt. Er freue sich bereits auf weitere Projekte gemeinsam mit FUCHS.
In der 20-jährigen Laufzeit erwirtschaften die beiden Windenergieanlagen einen Millionenertrag für die beteiligten Bürger und Gemeinden und sparten dabei rein rechnerisch rund 1,5 Millionen Liter Öl, sagte Katrin Held. Ihr Vater Reinhold Zeilinger ergänzte, dass 80 Grundstückseigentümer zur Verwirklichung des Projekts in der Vorrangfläche einen Konsens gefunden haben. Beide betonten, dass der Rückhalt der örtlichen Kommunalpolitik – namentlich durch Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß (Markt Erlbach), Bürgermeister Werner Wirth (Trautskirchen) und Landrat Christian von Dobschütz (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) – und der Regierung von Mittelfranken mit Präsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum für das Projekt von enormer Bedeutung sei.
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